Age of Conan RP Guide
Geschrieben von: Dexter Freitag, den 01. August 2008 um 14:50 Uhr
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1. Vorwort
2. Die Grundregeln des Rollenspiels
2.1 Der Begriff Rollenspiel
2.2 Ins Rollenspiel einsteigen
2.3 Alle rein ins Töpflein
2.3.1 Der Kampf-OOCler
2.3.2 Der Light-Rollenspieler
2.3.3 Der Vollzeitrollenspieler
2.3.4 Hardcore Rollenspieler
2.3.5 GZSZ-Rollenspieler
2.3.6 PvE-Rollenspieler
2.3.7 PvP-Rollenspieler
2.4 Etikette des Rollenspielers
2.4.1 Belästigungen
2.4.2 Beleidigungen
2.4.3 Power Emotes/Power Emoting
2.4.4 OOC im Gruppenchat?
2.4.5 Die Sprache des Rollenspielers
2.4.6 Umsetzung in Text und Emotes
2.4.7 Konsequenz im Rollenspiel
2.4.8 Zum Schluss: Die häufigsten Fehler
2.5. Charakter- und Spielerwissen3. Gestaltung von Charakteren, Gilden und Events
3.1 Aller Anfang ist schwer
3.2 Die Qual der Wahl
3.2.1 Aquilonier
3.2.2 Cimmerier
3.2.3 Stygier
3.2.4 Charakter ausbauen
3.2.5 Wahrung des Hintergrunds
3.3 Der Name des Charakters
3.4 Eine Gildenidee umsetzen
3.5 Events umsetzen
4. Schlusswort3.5.1 Events planen
3.5.2 Events planen: Zusammengefasst
3.5.3 Events planen: Beispiel
3.5.4 Events umsetzen
1. Vorwort
Es gibt kein richtig, es gibt kein falsch. Die Definition von Spiel und Spielspaß obliegt der Gruppe und nicht dem System oder einem Außenstehenden. Dies heißt, dass eine Gruppe das Recht auf ihr eigenes Spiel hat – vorausgesetzt, sie stört damit nicht andere. Demnach liegt es weder im Recht dieses Guides noch im Recht eines Spielers, die Spielweise eines anderen festzulegen. Vorab sei jedoch gesagt, dass ooc (out of character, kein Rollenspiel betreiben) andere Spieler stört, ergo unterlassen werden sollte (denn dafür gibt es die Nicht-Rollenspielserver).
Man braucht für Rollenspieler weder Doktortitel, Gewerbeschein, akademische Ausbildung noch wöchentliche Trainingseinheiten. Oftmals scheint es mir so, als müsste man gewisse Dinge etwas lockerer sehen. Demnach möchte ich hiermit äußerst und ausdrücklich betonen, dass dieser Guide meine persönliche und subjektive Meinung darstellt und niemand gezwungen wird oder werden soll, ihr folge zu leisten. Er fungiert als Ratgeber und Wegweiser, nicht als Gesetz. Weiterhin nehme ich mir das Recht, gewisse Ansichten und Meinungen anderer ironisch zu kommentieren. Seht dies als Form der Kritik an.
Folgender Text ist den Menschen gewidmet, die sich ein wenig mit Rollenspiel auskennen. Beginnende mögen ihn ignorieren. Ich bin kein Rollenspielprofi. Das kann auch niemand sein und alles andere ist der Versuch, sein Ego aufzupolieren. Rollenspiel ist so vielfältig und breitgefächert, sodass sich unweigerlich jemand als Rollenspielprofi bezeichnen kann. Auch wenn larp (live action role playing), pen&paper (Rollenspiele jenseits des Computers), Rollenspiel in Foren sowie Rollenspiel in Spielen (und da je nach Art des Spiels und nochmals nach Spielgeschmack, nämlich Plotaufbau, Kampf oder Management von Events unterteilt) auf das selbe hinauslaufen, sie sich doch so grundlegend unterscheiden, kann kaum einer ein Meister in allem sein. Mehr noch: Qualität ist Definition der umgebenden Spielermenge. Genießt Spieler mit Vorsicht, die sich als Helden klassifizieren. Es gibt Rollenspielanfänger und Rollenspielfortgeschrittene. Und fortgeschritten ist jeder, der sich ein wenig eingefunden hat. Die einen haben mehr erlebt, können sich schneller besser ausdrücken, können ihre Fantasie womöglich besser darstellen. Dennoch gibt es niemanden das Recht, sich besonders hervorzutun. Er hat die Funktion, zu beraten und nicht zu richten, noch sich zu profilieren. Demnach ist dieser Guide auch nur Spiegel meiner persönlichen Spielerfahrungen. Ich selbst bin mit „Das Schwarze Auge (Edition 1 und Edition 4)“ aufgewachsen und habe in World of Warcraft den Rp-PvP-Server „Das Syndikat“ erlebt, wobei ich letzteres als meine ersten „richtigen“ Schritte in Rollenspiel bezeichnen würde.
2. Die Grundregeln des Rollenspiels
2.1 Der Begriff „Rollenspiel“
ist meist äußerst irreführend, steht er doch für ein ganzes Spielgenre. Jeder weiß, dass es sich bei einem Rollenspiel um Spiele handelt, in welchen man in die Rolle eines Protagonisten schlüpft und diverse Aufgaben löst, um dem Spielziel ein Stück näher zu kommen (die Befreiung der Prinzessin, Besiegen des Endgegners oder ähnliches). Bei dem „Rollenspiel“, wie es auf „Rollenspielservern“ in Onlinerollenspielen (hier finden wir wieder den Begriff) betrieben wird, handelt es sich jedoch um eine gänzlich andere Art von Spiel. Die Rollenspielserver existieren einzig und allein aus dem Grund, eben „Rollenspiel“ zu betreiben und für die, die dies nicht möchten, gibt es die normalen Server. Oft kommt es deswegen zu (unnötigen) Rangeleien zwischen den „Rollenspielern“ und den „Nicht-Rollenspielern“, also die, die auf den Rollenspielservern sind und kein Rollenspiel betreiben. Doch was ist nun Rollenspiel? Im Rollenspiel möchten Spieler ein Spiel noch intensiver erleben, wie es bei normalen Spiel kaum möglich ist. Du hast es bestimmt schon erlebt bei Filmen oder Büchern: Gefühl von Spannung, Mitfiebern und Gedankenspielereien im Sinne von „also wenn ich jetzt in solch einer Situation wäre, dann hätte ich...“. Genau um dieses Gefühl geht es beim Rollenspiel. Du schlüpfst in die Rolle deines Charakters auf dem Bildschirm. Du bist nun der Charakter, die fiktive Gestalt in einer virtuellen Welt und nicht mehr der Spieler vor dem Computer. Du versetzt dich in den Charakter und sprichst, handelst gar wie er. Es stehen dir dabei völlig neue Möglichkeiten offen.
Oder wie würde dein Charakter nach einer Schlacht entspannen wollen? Natürlich in einer Taverne! Du schnappst dir einen Krug Bier und siehe da, unweit von dir sitzen schon ein paar Charaktere an einem Tisch. Wie würdest du diesen nun entgegnen? Als Spieler, der vorm Computer sitzt würdest du sicherlich im Chat „hi, wie geht’s?“ schreiben wollen. Aber dein brummiger alter Barbar würde so etwas doch sicherlich nicht sagen, oder? „Ihr sitzt auf meinem Platz... *brummend*“ könntest du im Chat schreiben.
Andere Rollenspieler wissen, dass du das nicht als Spieler schreibst, sondern deinen Charakter sprechen lässt und nehmen demnach das Anpöbeln anders wahr, als sie es sonst tun würden. Wie in einem Theaterstück, in welchem sich die Schauspieler bei ihrem Stück gegenseitig beleidigen, sind diese Beleidigungen ja nicht ernst gemeint. In diesem Beispiel würde vielleicht einer der angesprochenen Herren aufstehen und sein Spieler folgendes im Chat schreiben: *steht mit grimmigen Blick auf, sodass sein Stuhl zu Boden fällt* Tatsächlich, ich sitze auf deinem Platz? Nach der Kneipenschlägerei amüsiert man sich eventuell zusammen im Flüstern-Chat als Spieler über die lustige Geschichte. Die zwei Herren, die sich geschlagen haben (nämlich die Charaktere), würden sich jedoch womöglich spinnenfeind sein. An dieser Stelle können nun ein paar gelernte Begriffe resümiert werden.
Verschiedene Begriffe
Der Spieler ist der Mensch am Computer, der den Charakter spielt.
Der Charakter ist die fiktive Figur im Spiel.
Rollenspiel betreiben („rp machen“, „rpn“) heißt, den Charakter zu spielen, sich so zu verhalten, wie der Charakter es machen würde.
Man ist „ic“ („in character“) unterwegs. Das Gegenteil zum Rollenspielern ist natürlich kein Rollenspiel betreiben. Doch dafür gibt es einen Begriff: ooc. Dieser steht für „out of character“, also außerhalb des Charakterspiels.
Spieler, die generell kein Rollenspiel betreiben oder Rollenspieler stören werden meist „oocler“ genannt.
Man „macht“ kein ooc (out of character) in den öffentlichen Chatchannels, sprich Channel, die alle anderen Spieler lesen können (sagen, schreien etc.). Und wenn es unbedingt sein muss, dann mit entsprechender Kennzeichnung. Doch dazu später mehr.
Gehen wir zum Beispiel in der Taverne zurück. Du hast den sitzenden Herren angepöbelt, er pöbelt zurück. Er lässt es sich nicht gefallen. Spannung liegt in der Luft, jeden Moment könnte die Situation eskalieren und eine Kneipenschlägerei wird losgetreten und in diesem Moment.... ... springt jemand auf den Tisch und ruft:
„lol gimps sind doch noch genug stühle hier!!1111“
Natürlich etwas übertrieben, aber so wird deutlich, worauf ich hinaus möchte. Rollenspieler bauen eine Atmosphäre im Chat auf, versuchen die Welt mit den Augen ihres Charakters zu sehen und zu erleben. Und ooc stört dabei immens – und dazu gehören auch englische Begriffe, ich meine, welcher Barbar lollt schon?
Ein Problem ist auch, wenn Spieler auf einem Rollenspielserver spielen, die gar nicht wissen was Rollenspiel eigentlich ist. Sie sind verwundert, wie sie von anderen Spielern angesprochen werden, wie die Spieler untereinander reden und vor allem, wie sie selbst wahrgenommen werden. Jemand der kein Rollenspiel betreibt, würde sich als Spieler in unserem Tavernenbeispiel persönlich angesprochen fühlen und den Spieler des Barbaren auf ignore setzen (im Vergleich: Im Theaterstück auf der Bühne seinem Gegenüber in echt auf die Nase hauen). Und neben den Unwissenden, denen unter anderem dieser Guide gewidmet ist, gibt es auch noch solche Menschen (natürlich, wie sollte es auch anders sein), die mit Absicht stören.
Fazit: Rollenspiel macht man, indem man sich vorstellt, was sein Charakter tun und sagen würde und nicht man selbst vorm Computer.
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2.2 Ins Rollenspiel einsteigen
Nicht lange zögern und aberhunderte Seiten über Rollenspiel lesen. Wer gerne Rollenspiel sehen oder ausprobieren möchte, der schnappt sich einfach ein paar nette Spieler und legt los. Es reicht aus, die Spieler im Flüstern darauf hinzuweisen, dass man Rollenspielanfänger ist – es ist keineswegs schlimm, Anfänger zu sein und es zu sagen erst recht nicht, im Gegenteil, es kümmern sich im Endeffekt sogar noch mehr Leute um einen als sonst. Doch wo Kontakte knüpfen. Das ist häufig eine gute Frage. Die beste Möglichkeit ist, sich über Rollenspielevents zu informieren und einfach an diesen teilzunehmen. Weiterhin stellen Tavernen oder hoffentlich die eine oder andere Rollenspielerstadt eine Anlaufstelle dar. Eine Community extra für Rollenspieler in Age of Conan ist zum Beispiel http://www.aocrp.de
Nur keine Scheu nach Hilfe zu fragen! Wenn du möchtest, kannst du dich für dein erstes Rollenspiel wappnen und im nächsten großen Kapitel mehr über die Gestaltung eines Charakters erfahren. Das folgende ist zwar interessante und wichtige Theorie, aber keineswegs zwingend erforderlich. Außerdem ist es Unfug, dass ein Charakter eine riesengroße Hintergrundgeschichte haben muss. Manche Spieler lieben es, ihre Charaktere so zu gestalten. Manche nicht. Beides sollte man respektieren. Dennoch sollte man ein paar Eckdaten parat und sich Gedanken zum Verhalten des Charakters gemacht haben.
2.3 Alle rein ins Töpflein
Menschen lassen sich immer klassifizieren. Menschen sind dumm oder schlau. Rollenspieler. Keine Rollenspieler. Fast Rollenspieler. Ganz wenig Rollenspieler oder ganz viel Rollenspieler. So in etwa wie es PvEler, PvPler oder Farmer gibt. Wer mit den letzten Begriffen nichts anfangen kann, hat (wirklich) nichts verpasst. Da ich es selbst meist für Unfug halte, einen Menschen einem Klischee zuzuordnen – es aber wunderbar zur Erklärung für einen ersten Überblick dient – bitte ich, mir etwaige Ironie zu verzeihen.
2.3.1 Der Kampf-OOCler
Er lauert vorzugsweise in Gebüschen oder an spielrelevanten Stellen in Städten. Meist ist er auch in der freien Wildbahn anzutreffen. Immer auf der Jagd nach frischen Rollenspielern, die es zu vergraulen gilt. Diese oocler, auch Kampf-oocler genannt, sind äußerst engstirnig und stur. Hinweise wie „Wir sind hier auf einem Rollenspielserver“ werden meist mit spöttischen Kommentaren wie „Rp-Polizei tatü tatü!“ quittiert. Oocler haben meist ein schlimmes Kindheitstrauma und sind Opfer ihrer Fantasie. Sie begründen ihr Recht meist mit Argumenten, die in sich logisch, aber im größeren Kontext totaler Unfug sind. Demnach nützt es meist nichts, mit Kampf-ooclern zu diskutieren. Die häufigsten Irrtümer auf diesem Gebiet sind: Rp-PvP-Server steht für „Rollenspiel“ und „Player versus Player“, also darf ich mir aussuchen, ob ich Rollenspiel oder PvP (also ooc) betreibe. Lösung: Es gibt Rollenspiel- und Nicht-Rollenspielserver. Beide Serverarten sind nochmals in PvE (Player versus Environment) und in PvP (Player versus Player) unterteilt. Somit ist ein Rp-PvP-Server ein Rollenspielserver. Niemand kann mich daran hindern, ooc zu betreiben! Lösung: Doch. Zwei Arten von Menschen. Der Support von Funcom und Männer mit Betäubungsspritzen.
2.3.2 Der Light-Rollenspieler
Der Light-Rollenspieler (meine Güte, gibt’s bald auch Rollenspieler-Kalorienarm?) wird auch als Gelegenheitsrollenspieler bezeichnet. Er betreibt nach Lust und Laune Rollenspiel und wenn er kein Rollenspiel betreibt, dann achtet er darauf, dass er andere Rollenspieler bei ihrem Spiel nicht stört. Es ist wichtig, solcherlei Spieler nicht abzugrenzen, nur weil sie gerne ooc Quests erledigen oder Instanzen bestreiten. Meist sind sie bei lustigen Tavernenabenden oder Events dabei und ob ein Spieler Gelegenheitsrollenspieler ist, sagt rein gar nichts über die Qualität des Rollenspiels aus (falls darüber überhaupt jemand eine Aussage treffen kann). Wer diese Rollenspieler nicht toleriert, ist ein Ignorant. 5 Die Grundlagen des Rollenspiels
2.3.3 Der Vollzeitrollenspieler
Der Vollzeitrollenspieler ist generell ic (in character, also Rollenspiel betreibend) anzutreffen. Er versucht, konsequent zu spielen und alles was sein Charakter tut und tat, war stets ic. Für Vollzeitrollenspieler ist Rollenspiel nicht ein Spiel im Spiel (Age of Conan) sondern das Spiel schlechthin. Dennoch gönnen sich manche hin und wieder eine Instanz ooc. Die Spielart des Vollzeitrollenspielers ist damit zu erklären, dass er spielt und danach das Spiel durch Rollenspiel begründet. Sein Charakter besucht jetzt gerne ein Schlachtfeld, weil der Spieler gerne ein Schlachtfeld spielen möchte. Das ist eine völlig legitime Spielweise, vor welcher man sich nicht schämen muss. Rollenspiel ist und bleibt immer noch ein Spiel, dass sich dem Spieler und seinen Vorlieben unterzuordnen hat und kein Beruf oder Handwerk.
2.3.4 Hardcore-Rollenspieler
Hardcore-Rollenspieler werden meist als Spieler bezeichnet, die es übertreiben. Demnach ist der Begriff Hardcore-Rollenspieler meist negativ behaftet und man sollte ihn nur wählen, wenn man damit angeben möchte. Hardcore-Rollenspieler versuchen, im Gegensatz zum Vollzeitrollenspieler, das Maximum an Konsequenz zu erhalten. Wenn es unlogisch für diesen Charakter ist, Schlachtfelder zu besuchen, dann wird der Charakter auch kein Schlachtfeld beitreten, unabhängig davon, ob der Spieler es möchte. Es werden auch keine Quests abgeschlossen, die der Charakter nicht abschließen würde. Die meisten, die sich als Hardcore-Rollenspieler bezeichnen, wollen einfach nur hardcore sein. Man könnte es hier auch als Vollzeitrollenspieler Variante 2 betrachten.
2.3.5 GZSZ-Rollenspieler
Der GZSZ-Rollenspieler kann daran erkannt werden, dass er eine niedrige Stufe aufweist und in irgendwelchen Foren Wetten abgeschlossen wurden, dass der Spieler die nächsten 6 Monate die Maximalstufe nicht erreichen wird. Er konzentriert sich darauf, Beziehungen zu anderen Charakteren, also das direkte Rollenspiel, zu pflegen. Handlungsstränge werden vorangetrieben, alles darauf ausgerichtet, ein Gefüge an Charakteren zu errichten: Man kann es meist mit Fernsehsoaps vergleichen. Liebe, Verrat und Intrigen werden ausgespielt. Die Charaktere sind meist tiefgründig, die Spieler meist doch eher reifer und geduldiger. Sie sind nicht so sehr am Spiel selbst, als am Rollenspiel interessiert.
2.3.6 PvE-Rollenspieler
PvE-Rollenspieler lieben es, beim Questen oder beim Besuch von Instanzen, ic anwesend zu sein, also Rollenspiel zu betreiben. Meist heißt es, „komm', lass uns auf die Jagd gehen“. Dann werden die sieben Sachen gepackt, der nächste Questgeber aufgesucht und sich gemeinsam auf die Pirsch gelegt. Sie wollen meist viel von den hochstufigen Spielinhalten sehen und erleben.
2.3.7 PvP-Rollenspieler
Der PvP-Rollenspieler fixiert sich auf den Kampf gegen andere Spieler. Raubüberfälle, Schlachtzüge, Geiselnahmen, Hinrichtungen, Scharmützel, Belagerungsschlachten, spähen und spionieren... alles, was das Kriegerherz höher schlagen lässt. Die Spieler lieben es, mit ihrem Pferd das Schlachtfeld entlang zu preschen, ihren Freunden mit Gefährten mit einer ergreifenden Rede Mut zu machen und als „Gerhard der Schreckliche“ dem Feind den Garaus zu machen. Niemand besiegt Gerhard. Die verschiedenen Kategorien können beliebig kombiniert werden, denn selten findet man zum Beispiel einen Spieler, der „nur“ PvP-Rollenspieler ist. So gibt es eben den Vollzeit-PvE-Rollenspieler der auch ab und an mal PvP macht wie den Gelegenheits-PvP-Rollenspieler, der meist ooc Instanzen besucht und questet, aber auf dem Schlachtfeld als Rollenspieler regelrecht aufblüht. Das allerwichtigste bei so vielen Geschmäckern ist jedoch, dass alle einander respektieren und tolerieren. Jeder hat sein Recht auf Rollenspiel in einer Art, die ihm am meisten zusagt. Kommen andere mit der Art von Rollenspiel nicht zurecht, wird sich eben aus dem Weg gegangen. Voraussetzung natürlich, dass die eigene Rollenspielart andere Spieler nicht direkt stört (wie etwa belästigendes Rollenspiel). Niemand hat das Recht, andere zu bevormunden oder zu belehren (sich aber zu beschweren, wenn er was bestimmtes nicht möchte, jedoch allemal!).
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2.4 Etikette des Rollenspielers
Wer nicht überall anecken möchte, sollte ein paar Gesellschaftsregeln beherzigen. Grundsätzlich ist es eben doch so, dass jeder sein Spiel auf seine eigene Art genießen darf (wie im vorherigen Unterkapitel beschrieben). Dennoch erlaubt „Rollenspiel“ einen nicht, mit anderen so umzugehen, wie sie es nicht möchten. Ein „Nein“ seitens des Spielers (nicht des Charakters!) sollte auf alle Fälle immer akzeptiert werden.
2.4.1 Belästigung
Manche Rollenspieler stehen auf das Ausspielen von sexuellen Handlungen oder gar Vergewaltigungen – das soll hier nicht bewertet werden. Dennoch ist davon abzuraten, wenn die Mitspieler nicht damit einverstanden (oder minderjährig) sind. Also: Vorher fragen und darauf achten, dass den anwesende Spielern, die nicht eingebunden sind (und dies auch nicht sein wollen), diese Art von Rollenspiel nicht aufgezwungen wird.
2.4.2 Beleidigungen
Grundsätzlich kann man im Rollenspiel jeden daher gelaufenen Charakter beleidigen und verunglimpfen, solange die Schwelle zum ooc nicht überschritten wird und die Wortwahl im gesunden Rahmen bleibt. Es sollte also ersichtlich sein, dass dein Charakter den anderen Charakter beleidigt, und nicht, dass du als Spieler den anderen Charakter oder gar dessen Spieler runterputzt. Es ist meist sicherer, den betreffenden Spieler vorher mit einem kurzen ooc-Kommentar via Flüstern vorzuwarnen, wie etwa „ooc: das Geschriebene ist ic gemeint“.
2.4.3 Power-Emotes / Power-Emoting
Du kannst auch im Rollenspiel andere Charaktere nicht dazu zwingen, etwas zu tun, was ihre Spieler nicht möchten, auch wenn es im Rollenspiel logisch und machbar wäre. Zum Beispiel kannst du einen anderen Charakter nicht einfach gefangen nehmen und einsperren, auch wenn er die Möglichkeit dazu hätte und es logisch wäre. Aber hier verlangst du von dem Spieler, dessen Charakter eingesperrt werden soll, dass er seinen Charakter nicht mehr spielen darf (ic, da er ja im Rollenspiel eingesperrt wurde). Solche gravierenden Dinge solltest du stets mit dem Spieler abklären. Niemand muss etwas machen, wozu er keine Lust hat. Aktionen, die einen Spieler zu etwas zwingen oder keinen Ausweg lassen, nennen sich Power-Emotes. Im Folgenden sind ein paar Power-Emotes aufgelistet, wie man sie keinesfalls schreiben sollte: – Mein Charakter hackt deinem Charakter den Kopf ab. – Mein Charakter klaut dir alles Gold. – Mein Charakter verzaubert dich und du kannst nicht mehr angreifen. – Mein Charakter hat gestern deine Taverne niedergebrannt. Keine Angst, auf manche dieser Emotes bin ich schon gestoßen. Es gibt auch noch weniger kindische Emotes, die weniger schlimm, aber immer noch Power-Emotes sind, wie etwa: – Mein Charakter schlägt dir ins Gesicht. – Mein Charakter weicht (zum 20. Mal) deinen Schlägen aus Es gibt eben Spieler, die vieles via Emotes und nicht unbedingt mit dem Kampfsystem regeln möchten. Aber auch allgemein ist darauf zu achten, dass man dem Gegenspieler stets Möglichkeiten und Erfolge einräumt, wie etwa „Mein Charakter versucht dir ins Gesicht zu schlagen“ oder „Mein Charakter wird an der Schulter getroffen und ist verwundet“ - denn man möchte ja selbst auch immer gut dastehen. Andere Charaktere töten zu wollen (damit meine ich nicht im Kampfsystem zu besiegen, sondern wirklich ic, im Rollenspiel, zu töten) - davon sollte auch abgeraten werden. Solche Aktionen sollten immer mit dem jeweiligen Spieler gut abgesprochen werden. Der Tod im Kampfsystem wird übrigens meist als Bewußtlosigkeit oder ähnliches ausgespielt.
2.4.4 OOC im Gruppenchat?
Grundsätzlich sollte man Spieler fragen, ob sie sich ooc unterhalten möchten, bevor man einfach loslegt und sie eventuell dabei stört. In einer Gruppe sollte also ausgemacht werden, ob man ic oder ooc sprechen möchte. Stets sollte klar sein, ob die Gruppe nun ic unterwegs ist, wie etwa in Instanzen. Die Mehrheit hat meist Recht.
2.4.5 Die Sprache des Rollenspielers
Es ist ein Gerücht, dass man als Rollenspieler immer in Höflichkeitsform spricht. Ein Charakter spricht so, wie er eben sprechen würde. Der gemeine Halunke in der dunklen Stadtgasse wird einen Fremden sicherlich nicht siezen, genauso wenig wie etwa ein raufsüchtiger Barbar. Auch Akzente in der Sprache kommen oft gut an, auch wenn es hier gilt, nicht zu übertreiben.
2.4.6 Umsetzung in Text und Emotes
Es trägt oft sehr zur Atmosphäre bei, wie man einen gesprochenen Satz des Charakters oder ein Emote gestaltet. Man kann dabei sehr auf die Wortwahl und die Gestaltung des Satzes achten, sollte sich jedoch nicht verheddern, denn dann stehen die Spieler eventuell um einen und warten, bis man seinen langen Satz getippt hat. Gerade Emotes stellen eine Möglichkeit dar, Gedanken und Gefühle zu transportieren oder eine Handlung nochmals zu unterstreichen. Sie können auch dazu dienen, die Spiel-Engine zu umgehen, wie etwa in folgendem, simplen Beispiel demonstriert: Mein Charakter pflückt einen Grashalm Dabei muss es sich weder um eine Spielaktion noch um einen wirklichen Grashalm handeln, der vom Spieler angeklickt wurde. Hier noch ein paar weitere Emotes als Denkanstoß, wobei „Mein Charakter“ mit dem Namen des Charakters ersetzt werden kann): – Mein Charakter legt die Stirn in Falten – Mein Charakter setzt zum Sprechen an, hält inne, überlegt kurz, und fährt dann fort – Mein Charakter hustet laut und klopft sich auf die Brust Du kannst beim Reden und Handeln deines Charakters einen beliebig großen Detailgrad einbauen – und das ist im Endeffekt nur förderlich, wie wenn etwa Mein Charakter isst einen Apfel zu folgendem Satz wird: Mein Charakter reibt den grünen Apfel am Ärmel, betrach- 7 Die Grundlagen des Rollenspiels tet ihn argwöhnisch und beißt letztendlich genüsslich rein. Adjektive sind der Schlüssel zum Erfolg.
2.4.7 Konsequenz im Rollenspiel
Konsequenz im Rollenspiel heißt, sein Charakterkonzept durch zu ziehen. Zwar richtet sich das Rollenspiel nach dem Geschmack des Spielers (immer), dennoch sollte man darauf achten, den Charakter vornerein so auszulegen, dass man nicht in Konflikt mit seinen Spielvorlieben kommt. Damit meine ich, dass ich, wenn ich gerne PvP betreibe, ich nicht unbedingt einen Pazifisten spielen sollte, nämlich dann müsste ich mir stets aberwitzige (und nervige) Begründungen ausdenken, warum mein Charakter jetzt doch in den Kampf zieht.
2.4.8 Zum Schluss: Die häufigsten Fehler
– Dein Charakter spricht einen anderen Charakter mit Namen an, obwohl er ihn doch noch gar nicht gesagt hatte. In der Welt schweben nun mal keine Namen über Köpfe.
– Dein Charakter ist nicht Mittelpunkt der Welt. Charaktere mit mittelmäßigen Fähigkeiten wie auch Anti-Helden kommen bei anderen Spielern meist besser an, denn nach einiger Zeit kann man keine Überhelden mehr sehen, also Charaktere, die superstark, supertödlich und perfekt sind.
– Dein Charakter hat keine konkreten Werte im Rollenspiel, also nicht 204 Gesundheit oder ähnliches.
– Man verwendet keine englische Begriffe oder sonstige Worte oder Redewendungen, die nicht in die Welt passen, also die Atmosphäre zerstören.
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2.5 Charakter- u. Spielerwissen
Einer der häufigsten Fehler, die ein Spieler beim Rollenspiel begehen kann, ist eine unsorgfältige Trennung von Charakter- und Spielerwissen. Alles, was du als Spieler über andere Charaktere weißt, muss dein Charakter noch lange nicht wissen. Beispiel: Der Spieler eines anderen Charakters sagt dir, sein Charakter hat schreckliche Angst vor Dunkelheit. Nun darf aber dein Charakter nicht einfach diese Angst gegen ihn ausspielen, denn woher soll dein Charakter denn wissen, dass der Gegenüber Angst im Dunkeln hat? Ebenso muss dein Charakter nicht über alle Details der hyborischen Welt Bescheid wissen, nur weil du als Spieler ein gieriger Leser bist. Nicht jeder Soldat frisst Bücher, oder?
3. Gestaltung von Charakteren, Gilden und Events
3.1 Aller Anfang ist schwer
Es gibt gewisse Merkmale, an welchen man einen Rollenspielanfänger schnell erkennt, was natürlich nicht weiter schlimm ist (da nach mehr Erfahrung es sich meist eh von selbst regelt), aber dennoch wird es dich sicherlich interessieren, was man eventuell zu Beginn auch vermeiden könnte. Zum Beispiel sind (übertrieben gesagt) 80% aller Rollenspielcharaktere Waisen. Eltern verschwunden, nie kennen gelernt oder getötet. Die Zahl der Menschen, die sowieso ihr Gedächtnis verloren haben, ist ebenso groß. Weiterhin sind viele Charaktere (leider auch die der etwas erfahreneren Rollenspielern) mit Fähigkeiten ausgestattet, die eher an einen Superhelden als an einen Menschen in Hyborien erinnern. Der unsichtbare Assassine und Mörder, der noch nie geschnappt wurde und stets seine Aufträge perfekt meistert wie der unsterbliche Krieger der allen trotzt und mit Leichtigkeit seine Gegner besiegt rufen bei einigen letztendlich nur ein Augenrollen hervor. Bevor man sich also genauere Gedanken zum Charakter selbst macht, sollte man sich über die Spielweise dessen im Klaren sein. Man kann schon einen handfesten Krieger oder einen meuchelnden Halunken spielen – das steht außer Frage, aber ab und an tut es mal gut, einen normalen Soldaten oder gar einen Anti-Helden anzutreffen (also Charaktere, die alles andere als heldenhaft und perfekt sind). Es ist einfach wichtig, seinen Charakteren Schwächen einzugestehen. Versuche dir also eine Rolle auszumalen, die fernab der gewöhnlichen Archetypen (gemeiner Schurke, jähzorniger Krieger, böser Magier etc.) mehr hergibt.
3.2 Die Qual der Wahl
3.2.1 Aquilonier
Aquilonien erinnert bzgl. Kultur und Aufmachung an
Griechenland bzw. Rom. So darf man sich manche Gebäude
als antike Tempel vorstellen, ebenso die Kleidung
und Rüstung, aber auch Politik (Intrigenspiel, Verrat),
den hohen Wert von Ordnung und Disziplin oder die
Handhabung mit Haussklaven erinnern an die Antike.
Dennoch verzichten die Aquilonier auf Menschenopfer
und beten als ihr Hauptgott Mitra an. In Sachen Kultur
und Technik ist Aquilonien eines der fortschrittlichsten
Völker.3.2.2 Cimmerier
Die Cimmerier gelten als düsteren Barbarenvolk im eisigen
Norden. Ihr favorisierter Gott ist Crom, wobei auf
Menschenopfer verzichtet werden (denn man ist der
Meinung, den Göttern wären die Menschen sowieso
egal). Dieses Volk ist etwas herber und erinnert an die
nordische Mythologie (selbst den Begriff „Walhalla“ gibt
es in diesem Universum), was auf ein gewisses Kriegshandwerk
schließen lässt.
3.2.3 Stygier
Stygier sind das Volk der Magier. Okkulte Magie, dunkle
Pakte mit der Dämonenwelt und obskure Praktiken wie
auch Menschenopfer sind in dieser ägyptisch anmutenden
Kultur vertreten. Entgegen der Barbaren beruht
ihre Stärke nicht auf Körperkraft, sondern auf Wissen,
Weisheit und Intelligenz. Ihr angebeteter Gott ist der
Schlangengott Set.
3.2.4 Charakter ausbauen
Die Wahl des Volkes ist natürlich ein ganz persönlicher Vorgang und die hier dargebotenen Informationen sind auch nur der Rand des Randes. Am Ende dieses Dokumentes werden noch Hinweise gegeben, wo man sich über den Hintergrund Age of Conans weiter informieren kann. Auch bei der Wahl der Klasse sollte man mehr auf seine Lust und Neugier vertrauen, als es von irgendetwas anderem abhängig zu machen. Aus der Wahl des Volkes und der Klasse sowie den ersten Vorstellungen, „wie denn mein Charakter so drauf sein könnte“, entwickelt sich bei näherer Beschäftigung mit ihm schließlich ein klareres Bild. Folgende Fragen sollen dir dabei helfen: – Wo ist dein Charakter aufgewachsen? – Welche Stärken hat er? Ist er eine Führungsperson, hat er spezielle Fähigkeiten, die ihn hervorheben? – Welche Schwächen hat er? Jeder Mensch hat Schwächen und Macken. Auch hier solltest du deinem Charakter ein paar eingestehen.
– Wie würdest du sein allgemeines Verhalten beschreiben? Ist er hilfsbereit? Dient er nur sich selbst? Ist er kontaktfreudig?
– Welchen Geschäften geht er nach? Hat er einen festen Beruf?
– Was ist sein persönliches Ziel? Was verspricht er sich vom Leben?
– Wie steht er Krieg und kriegerischen Handlungen gegenüber?
Der beste Weg ist, die paar Eckdaten in Stichpunkten aufzuschreiben und abzuspeichern oder, je nach Lust und Laune, in Sätzen zu formulieren. Solch eine Sammlung kann wunderbar in diversen Foren niedergeschrieben werden, damit auch andere Spieler einen Eindruck von deinem Charakter erhalten.
3.2.5 Wahrung des Hintergrunds
Ein weiterer wichtiger Aspekt gemeinsamen Rollenspiels ist es, die Konsistenz des Conan-Universums zu wahren. D.h. im Konkreten nichts in dieses Universum zu importieren, was nicht rein gehört. Außerdem sollte darauf verzichtet werden, in absolut besondere und merkwürdige Rollen zu schlüpfen. Von Dämonen besessene Menschen, Vampire... war alles schon da – und glaube mir, oft genug.
3.3 Der Name des Charakters
Einer der wichtigsten Angelegenheiten bzgl. der Charaktererstellung ist wohl der Name. Lustige Namen sind meist nur auf den ersten Blick erheiternd. Überlege dir deinen Namen gut, denn du wirst damit dein ganzes (Charakter)Leben mit herumlaufen! Auch sollte er rollenspielkonform sein. D.h. er sollte die geltenden Regeln nicht verletzen und kein ooc enthalten, sprich, keine englische Begriffe oder Wörter, die in der Welt Hyboriens nichts verloren haben. Weiterhin solltest du auf jeden Fall keine schon vorhandenen Namen aus anderen Spielen, Büchern oder Filmen, noch Charaktere aus der Welt Conans kopieren. Im Folgenden eine Liste von Namen, die nicht in Ordnung sind: - Gandalf, Kühlschrank, Conan, Crom, Ganker, Dustinkst... Die Namen eines Cimmeriers ist z.B. kurz, prägnant, eventuell nordisch. Aquilonische Namen haben eher einen griechischen Touch, enden also meist auf -ius, -ios und dergleichen. Die stygischen Namen erinnern mehr an Ägyptische und enden meist auf -toth, -mun, -rah etc..
3.4 Eine Gildenidee umsetzen
Es belebt oftmals einen Rollenspielserver sehr, wenn es ganz viele Rollenspielgilden gibt. Dabei zählt weder Auslegung noch Größe der Gilde. Vielfalt kann sich nur positiv auswirken. Hast du also eine Gildenidee, scheue dich nicht sie mit Freunden umzusetzen. Wichtig dabei ist, dass du Rollenspiel als Aufnahmepflicht angibst und Rollenspiel betreiben bzw. rollenspielkonformes Verhalten an den Tag legen zur Regel der Gilde machst. Denn nur so ist gesichert, dass deine Gilde nicht zu einem Auffangbecken von ooclern wird. Neben dem allgemeinen Hintergrund ist eine Zielrichtung ebenso wichtig. Möchtest du mit deiner Gilde später Dungeons bestreiten? Eine eigene Stadt errichten oder um Burgen kämpfen? Soll sie zusammen ganz im Gegensatz eine Taverne leiten oder sich nur ab und an zum gemeinsamen Spiel treffen? Wenn du schon ein paar Mitglieder hast sowie eine tolle Idee, dann melde dich einfach bei mir und binnen kurzer Zeit steht dir ein umfangreiches Gildenforum zur Verfügung.
3.5 Events umsetzen
3.5.1 Events planen
Was ist der Kern, die Grundidee des Events? Eine Schlacht, ein gemeinsamer Abend? Versuche diese generelle Idee in höchstens einem Satz zu schreiben. Versuche dabei klare Schlüsselwörter zu verwenden und alle wichtigen Daten unterzubringen. Wichtig: Lege ein Datum fest. Mit „irgendwann demnächst“ kann niemand etwas anfangen. Falsch: „Taverneneröffnung morgen gegen Abend“. Richtig: „Eröffnung der Taverne 'Zum besoffenen Henker' am Freitag den 2. Mai um 20 Uhr in Tarantia.“. Nach dieser kleinen Einleitung solltest du zum Rollenspielteil übergehen. Nun gilt es, dein Event den Rollenspielern schmackhaft zu machen. Dazu kannst du das Event ic ankündigen, indem du einen Art Anschlag verfasst oder einen Marktschreier (oder ähnliches) es verbreiten lässt (in Form eines Forenbeitrages natürlich). Danach solltest du in einem ooc-Teil alle nützlichen Details unterbringen. Dort solltest du auch die genaue Zielgruppe an Spielern unterstreichen. Wichtig ist auch, eine Schnittstelle zu dir als Eventleiter aufzuzeigen, sprich, Emailadresse, ICQ-Nummer oder ähnliches hinzuzufügen. Nun gehst du in sämtliche Foren, in denen auch Rollenspieler unterwegs sind und kündigst, falls vorhanden, in einem Eventkalender dein Event an – ansonsten in einem neuen Forenthema, am besten mit dem Präfix „[Event]“ und einem aussagekräftigen Titel. Je nach Forenrichtlinien kannst du auch beides machen. Hier ein paar Anlaufstellen: – Aocrp.de – forums-de.ageofconan.com (Halle der Geschichtenerzähler) – aoc.gamona.de/forum (Geschichten) Suche die geschriebenen Beiträge regelmäßig ab, da viele auch Fragen direkt in das Forenthema schreiben.
3.5.2 Events planen: zusammengefasst
1. Grundidee in einem Satz ausformulieren
2. Rollenspiel-Text verfassen
3. OOC-Text verfassen, der alle Details klärt
4. In möglichst vielen relevanten Foren ankündigen
5. Regelmäßig absuchen und Fragen beantworten
3.5.3 Events planen: Beispiel
Titel: [Event] Taverneneröffnung 02.05. 20 Uhr Eröffnung der Taverne 'Zum besoffenen Henker' am Freitag den 2. Mai um 20 Uhr in Tarantia. Anschlag in allen größeren Städten der Umgebung: Hört her! Am... (RP-Text) ooc: Hallo, liebe Freunde! Ich und ein zwei gute Freunde möchten zusammen eine Taverne gestalten und dies soll der erste Eröffnungsabend sein. Wir laden alle Rollenspieler, die sich bei einem Krug Bier und netten Gesprächen entspannen wollen, ein, unsere Taverne... [...] Mit freundlichen Grüßen, Mein Name. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. , ICQ: 123456789.
3.5.4 Events umsetzen
Events zu planen geht meist etwas leichter von der Hand, als sie dann tatsächlich umzusetzen. Fertige am besten eine Checkliste an mit Vorbereitungen, die du unbedingt tätigen solltest, wie z.B. die Beschaffung spezieller Gegenstände oder ähnliches. Weiterhin hilft es, ein paar alternative Möglichkeiten anzubieten, sollte das geplante Event den Spielern nicht gefallen bzw. nicht so verlaufen, wie es verlaufen sollte. In einem Tavernenabend könntest du etwa einige Spielchen vorbereiten, wie eine Schlägerei oder ein Wettsaufen. Bei PvP-lastigen Events solltest du zudem mehrere unterstützende Spieler abkommandieren und darunter mindestens einer, der sich um Neuzugänge kümmert und denen die Regeln erklärt. Ich spreche aus Erfahrung, dass es recht durcheinander gehen kann, wenn man einerseits mit Neulingen überhäuft wird, gleichzeitig die bisherigen Spieler versorgt und dann noch weitere Neulinge die sich entgegen des Geplanten verhalten, ebenfalls aufgeklärt werden sollen. Mit einigen Spielern im Rücken kann man nie falsch liegen.
4. Schlusswort
Erstmal bedanke ich mich recht herzlich, dass du dir die Mühe gemacht hast, diesen Ratgeber für Rollenspieler näher anzuschauen. Im Folgenden ein paar weiterführende Links zu diversen nützlichen Seiten, die dein Erlebnis bzgl. Rollenspiel in Age of Conan möglichst maximieren sollen. Ich denke, wir sehen uns schon bald – somit, eine fröhliche Vorfreude bzw. ein angenehmes Spiel,
Steven Colling ( Jeremias ).